Digitales Entlass- und Überleitungsmanagement

Eine digitale Lösung von der Patienten und Krankenhausanwender gleichermaßen profitieren

Ein vollautomatisierter Prozess im Entlass- und Überleitungsmanagement ist keine Vision mehr: Digitale Lösungen, die offene Schnittstellen berücksichtigen und Anwender mit einbinden, sind bereits im Einsatz. Schon heute können Krankenhäuser die Versorgungskoordination digital optimieren – und das ganz im Sinne des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG).

„Intuitive Handhabung, schnelle Interaktionen, sicherer Datentransfer – digitales Überleitungsmanagement steigert die Effizienz innerhalb der Klinikprozesse und schafft Zeit, die nicht mehr mit administrativem Aufwand, sondern dem Patienten verbracht werden kann. Patienten und Mitarbeiter profitieren von digitalen Lösungen erheblich“, erläutert Maximilian Greschke, CEO und Gründer von Recare. Laut ihm sei das nicht nur im Sinne der großen Anzahl von Krankenhäusern in Deutschland, sondern decke sich auch mit den aktuellen Zielen des KHZG hinsichtlich digitaler Patientenportale.

Was ist Entlassmanagement?

Das Entlass- und Überleitungsmanagement koordiniert die lückenlose Überleitung von Patienten aus der stationären Behandlung in eine Anschlussversorgung – etwa einer Reha- oder Pflegeeinrichtung.  Laut dem Bundesministerium für Gesundheit stellt “der Übergang von der stationären Krankenhausversorgung in eine weitergehende medizinische, rehabilitative oder pflegerische Versorgung eine besonders kritische Phase der Behandlungs- und Versorgungskette für die betroffenen Patientinnen und Patienten dar. Um hier Versorgungslücken durch mangelnde oder unkoordinierte Anschlussbehandlungen zu vermeiden, sind Krankenhäuser nach § 39 Absatz 1a des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V) verpflichtet, ein effektives Entlassmanagement zur Unterstützung des Übergangs in die Anschlussversorgung zu gewährleisten.” 

Die Recare Plattform für digitales Entlassmanagement ermöglicht die reibungslose Koordination von Versorgungsplätzen in den Bereichen Pflegeüberleitung, Krankenhausverlegung, Anschlussheilbehandlung sowie die dazugehörige Organisation von Krankenbeförderung und Hilfsmitteln, um das Fachpersonal aus dem Krankenhaus zu entlasten und um mehr Zeit für die Betreuung der Patienten zu ermöglichen. Denn letztendlich sollte der Patient immer im Fokus unseres Handelns stehen.

Was sind die Herausforderungen im Pflegeplatzmanagement?

Die Überführung in die Pflege zu Hause oder in eine Pflegeeinrichtung bringt Herausforderungen für alle Beteiligten mit sich. Um einen geeigneten Pflegeplatz zu finden, müssen sich die Mitarbeiter sowie Angehörige neben den Patienten mit den praktischen Möglichkeiten der Pflegeplatzsuche auseinandersetzen.

Denn die Beteiligten müssen sich beispielsweise auch um die Anschlussfinanzierung und damit Leistungen der Pflegekassen kümmern. Doch oft fehlt es an einem transparenten, sicheren und schlanken Überleitungsprozess, der zur besseren Planbarkeit und schnelleren Bearbeitung der Überleitungsfälle beiträgt. Die Prozesse und derzeitigen Lösungen für die Umsetzung des Entlass- und Überleitungsmanagements in Krankenhäusern sind oftmals komplex und ineffizient organisiert. Dies wiederum wirkt sich negativ auf die Zufriedenheit der Patienten und deren Angehörige, aber eben auch auf das Stresslevel der Mitarbeiter der Krankenhäuser und der Nachsorgeeinrichtungen aus.

Modernes Entlassmanagement braucht Digitalisierung

Aktuelle Fallbeispiele im Entlassmanagement verdeutlichen die Erfahrung, dass moderne Technologien durch IT-gestützte Prozesse und integrierbare Systeme die Kommunikation mit den Patienten sowie den Austausch zwischen Krankenhaus und Pflegeeinrichtungen deutlich optimieren. Termine und Anträge können digital eingereicht werden und ersetzen somit aufwendige Abstimmungsschleifen. Denn das Ziel ist und bleibt auch bei der Digitalisierung, gemeinsam eine schnelle und einfache Lösung für die Nachversorgung von Patienten zu schaffen. Hierbei ist eine interaktive und digitale Plattform der wichtigste Schritt und die erforderliche Basis zukünftiger KHZG-konformer Patientenportale.

Digitale Lösungen übernehmen bei der Vermittlung der Patienten für einen ambulanten oder stationären Pflegeplatz ganz konkrete Maßnahmen. Dabei ist Schritt eins die Koordination: Die digitalen Anwendungslösungen koordinieren – tagesaktuell und transparent – freie Pflegeplätze für Patienten, die nach dem Krankenhausaufenthalt einen freien Reha- oder Pflegeplatz benötigen. 

Dabei stimmt eine webbasierte digitale Plattform beispielsweise die Attribute und Bedarfe des Patienten mit Leistungsspektren und Kapazitäten Nachversorger ab und übernimmt das Pflegeplatzmanagement digital. 

Was bedeutet das KHZG für die Digitalisierung im Krankenhaus?

Die Klinikwelt diskutiert derzeit die Themen Digitalisierung besonders hinsichtlich des aktuellen Krankenhauszukunftsgesetzes. Mit dem KHZG soll die Digitalisierung der Gesundheitsversorgung in Deutschland Realität werden. Ein wichtiger Baustein ist die finanzielle Förderung von Patientenportalen für die Vernetzung und Kommunikation zwischen Patienten und Leistungserbringern.

„Wir erleben, dass es gerade bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen darauf ankommt, nicht nur abstrakt darüber zu reden, sondern es vor allem konkret erlebbar zu machen.“ Mit seiner Rede im Bundestag zur 2./3. Lesung des Krankenhauszukunftsgesetzes im September 2020 verdeutlichte Jens Spahn die Wichtigkeit der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Das Gesetz beinhaltet ein starkes Förderprogramm des Bundes für Krankenhäuser im Umfang von über drei Milliarden Euro. Zusätzliche 1,3 Milliarden Euro werden von den Ländern aufgebracht.

Das Ziel des Gesetzes ist es, Krankenhäuser bundesweit zu digitalisieren und die Ausgestaltung der Modernisierung der Kliniken im Sinne eines bundesweiten Standards mit Blick auf die stationäre Notfallversorgung voranzutreiben. Im Fokus stehen dabei ein höherer Grad der Vernetzung innerhalb des Gesundheitswesens und eine Optimierung der Patientenversorgung.

Laut §19 KHSFV Satz 1 Nr. 2 und den dazugehörigen Teilen der Förderrichtlinie sind Patientenportale förderfähig, soweit sie ein digitales Aufnahme-, Behandlungs- und Entlassmanagement sowie das Überleitungsmanagement von Patienten zu nachgelagerten Leistungserbringern ermöglichen.

Erfahren Sie hier mehr zum Thema Patientenportale 

Die Plattform Recare als digitale Lösung des optimalen Entlassmanagements

„Die Lösungen von Recare heben das digitale Entlassmanagement auf eine neue technische, praktische und funktionale Ebene: So erstellt das Portal beispielsweise bei der Pflegeplatzsuche eine individuelle Rangliste nach gewünschter Relevanz“, erklärt Martin Bielicke, Head of Produkt bei Recare.

Hierbei würden Parameter verwendet wie das Entlassdatum und Wunschdatum der Nachversorgung, die Entfernung der Einrichtung zum Wohnort des Patienten oder der Bedarf einer konkreten individuell erforderlichen Behandlung. Mithilfe der Recare Plattform können die Klinikmitarbeiter anhand spezifischer Kriterien bei den Nachversorgern aktuell und transparent freie Pflegeplätze abfragen.

„In der Praxis bedeutet das beispielsweise für die Mitarbeiter vom Sozialdienst in den Krankenhäusern, dass sie bei jeder individuellen Pflegeplatzsuche für Patienten bereits innerhalb weniger Minuten die relevanten Informationen über die Einrichtungen, deren Kapazitäten und Themenschwerpunkte in Echtzeit einsehen können.“

Martin Bielicke, Head of Produkt bei Recare.

Bereits seit Jahren sind die Lösungen von Recare praxiserprobt und erfüllen alle – auch für das „KHZG Entlassmanagement“ – erforderlichen Kriterien im Bereich digitales Entlass- und Überleitungsmanagement. Das tatkräftige Unternehmen setzt sich schon heute dafür ein, das Gesundheitsnetzwerk gemeinsam mit Kliniken, Anbietern, Firmen und Partnern digital weiter zu stärken und noch nachhaltiger auszubauen. Greschke fasst zusammen: „Zwischen den Beteiligten im Krankenhaus und den Nachversorgern steht bei der digitalen Suche nach einem Pflegeplatz oder einer Reha-Einrichtung der Mensch im Fokus. Schließlich sind es die Patienten und Mitarbeiter, auf die die digitalen Lösungen zugeschnitten sein müssen und die mit den digitalen Patienten-Plattformen interagieren. Ziel unseres digitalen Entlass- und Überleitungsmanagements ist und bleibt der Mensch.“

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